PRESSEMITTEILUNG der CDU Breisgau-Hochschwarzwald

 

Breisgau-Hochschwarzwald. Zur aktuellen Diskussion um die Einrichtung eines Biosphärengebiets Südschwarzwald erklärt der Vorsitzende des CDU Kreisverbandes Breisgau-Hochschwarzwald und neu gewählte Landtagsabgeordnete im Wahlkreis Breisgau, Dr. Patrick Rapp, dass es für eine sinnvolle Umsetzung von Naturschutzzielen keine zusätzliche Einrichtung eines Biosphärengebiets brauche, wie es vor allem von den Grünen aus ideologischen Gründen gefordert werde. Ein Biosphärengebiet Südschwarzwald, welches in drei Schutzzonen eingeteilt sein soll und dessen Kernzone sich selbst überlassen sein muss, würde zahlreiche Gemeinden im Landkreis in ihrer Entwicklung beeinträchtigen.

„Es gibt bereits einen gut ausgebauten Naturschutz in der Region. Wir brauchen kein weiteres Schutzgebiet. Mit einem Biosphärengebiet sehe ich mehr Hemmnisse als Chancen für die Entwicklung der Gemeinden verbunden“, so Rapp. Rapp verweist auch auf mögliche negative Auswirkungen auf die Forst- und Waldwirtschaft, die für viele Gemeinden eine wichtige Einnahmequelle sei. Einen positiven Effekt für den Tourismus, wie ihn vor allem immer wieder der Grünen-Landtagsabgeordnete Reinhold Pix postuliert hat, sieht Rapp nicht. „Auch der Vergleich mit dem bestehenden Biosphärengebiet auf der Schwäbischen Alb hinkt. Wir haben hier bei uns in der Region eine ganz andere Ausgangssituation. Hier geht es nicht um die Umnutzung eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, sondern um die Weiterentwicklung und Bewahrung einer intakten Kulturlandschaft“, so der Abgeordnete. Auch im Hinblick auf die Nutzung regenerativer Energien, verhindere eine weitere Schutzkategorie die Nutzung natürlicher Ressourcen für die Energieerzeugung. „Dies ist ein Widerspruch in sich”, betont Rapp.

Begrüßt wird daher auch die Absage der Gemeinde Feldberg an das Biosphärengebiet, ebenso die Bedenken von Landwirten und Bürgermeistern im Hochschwarzwald.

gez. Micha Bächle, Pressesprecher 11.4.2011

Pressemitteilung